Der Bayerische Jedermann 2025 – Seit 2013 in göttlicher Mission
Ein ganzes Dorf auf der Bühne, ein historischer Marktplatz als Kulisse und eine Geschichte, die auch nach Jahrhunderten nichts von ihrer Aktualität verloren hat. Im Sommer 2025 kehrte der „Bayerische Jedermann“ nach Neubeuern zurück. Für mich war es erneut eine besondere Freude, als „Stimme des Herrn“ dabei zu sein.
Vom 29. Juli bis zum 7. August 2025 verwandelte sich der historische Marktplatz von Neubeuern in eine beeindruckende Freilichtbühne. Bereits zum sechsten Mal brachte die Theatergemeinschaft Neubeuern den „Bayerischen Jedermann“ von Oskar Weber nach Hugo von Hofmannsthal zur Aufführung.
Gott spielen – eine besondere Aufgabe
Seit 2013 darf ich beim Neubeurer Jedermann die Rolle Gottes, genauer gesagt die „Stimme des Herrn“, übernehmen.
Mein Vorgänger in dieser Rolle war kein Geringerer als der Dirigent Enoch zu Guttenberg, dessen Name und musikalisches Wirken eng mit Neubeuern verbunden sind. Seine Nachfolge anzutreten, war für mich eine besondere Ehre.
Die Rolle selbst ist ungewöhnlich. Gott steht nicht als Schauspieler mitten im Geschehen, sondern greift durch seine Stimme in das Schicksal des Jedermann ein. Es geht um die großen Fragen des Lebens: um Reichtum und Vergänglichkeit, Verantwortung, Glauben und letztlich darum, was von einem Menschen bleibt.
Auch nach mehr als zehn Jahren hat diese Aufgabe für mich nichts von ihrer Faszination verloren.
Ein Stück, das von den Menschen lebt
Was den Neubeurer Jedermann so besonders macht, ist nicht allein die beeindruckende Kulisse des Marktplatzes. Es sind vor allem die Menschen, die dieses Projekt mit Begeisterung und großem ehrenamtlichem Engagement tragen.
Bernd Eutermoser verkörperte erneut den Jedermann, Susanne Schörghuber seine Buhlschaft und Simon Steiner den Tod. Dazu kamen zahlreiche weitere Darsteller, das Neubeurer Streichorchester, der Chor Beurer CantaRhei und viele weitere musikalische Mitwirkende.
Die bayerische Fassung verbindet den ernsten Stoff Hofmannsthals mit Mundart, Musik und einer guten Portion Humor. Gerade diese Mischung macht den besonderen Charme der Neubeurer Inszenierung aus.
Ein besonderer Abschied
Die Aufführungen 2025 standen auch unter einem besonderen Vorzeichen: Es war vorläufig das letzte Mal, dass der „Bayerische Jedermann“ in dieser Konstellation auf die Bühne gebracht wurde.
Für mich bleibt die Erinnerung an ein außergewöhnliches Theaterprojekt, an viele engagierte Menschen und an die besondere Atmosphäre, die entsteht, wenn ein ganzes Dorf gemeinsam Theater macht.
Und wer weiß – vielleicht darf ich irgendwann wieder von oben ein Machtwort sprechen.
Bis dahin bleibt der Jedermann 2025 ein wunderbares Stück Neubeurer Theatergeschichte, bei dem ich mit großer Freude dabei sein durfte.
Weitere Informationen, das Fotoalbum und den Film zur Aufführung 2025 gibt es auf der Website der Theatergemeinschaft Neubeuern.
Vom 29. Juli bis zum 7. August 2025 verwandelte sich der historische Marktplatz von Neubeuern in eine beeindruckende Freilichtbühne. Bereits zum sechsten Mal brachte die Theatergemeinschaft Neubeuern den „Bayerischen Jedermann“ von Oskar Weber nach Hugo von Hofmannsthal zur Aufführung.
Unter der Gesamtleitung von Heinz Baumgartner und der Regie von Andreas Wiedermann entstand mit über 100 Mitwirkenden ein außergewöhnliches Gemeinschaftsprojekt. Schauspieler, Musiker, Sänger und zahlreiche Helfer hinter den Kulissen machten aus dem Theaterstück weit mehr als eine gewöhnliche Aufführung.
Gott spielen – eine besondere Aufgabe
Seit 2013 darf ich beim Neubeurer Jedermann die Rolle Gottes, genauer gesagt die „Stimme des Herrn“, übernehmen.
Mein Vorgänger in dieser Rolle war kein Geringerer als der Dirigent Enoch zu Guttenberg, dessen Name und musikalisches Wirken eng mit Neubeuern verbunden sind. Seine Nachfolge anzutreten, war für mich eine besondere Ehre.
Die Rolle selbst ist ungewöhnlich. Gott steht nicht als Schauspieler mitten im Geschehen, sondern greift durch seine Stimme in das Schicksal des Jedermann ein. Es geht um die großen Fragen des Lebens: um Reichtum und Vergänglichkeit, Verantwortung, Glauben und letztlich darum, was von einem Menschen bleibt.
Auch nach mehr als zehn Jahren hat diese Aufgabe für mich nichts von ihrer Faszination verloren.
Ein Stück, das von den Menschen lebt
Was den Neubeurer Jedermann so besonders macht, ist nicht allein die beeindruckende Kulisse des Marktplatzes. Es sind vor allem die Menschen, die dieses Projekt mit Begeisterung und großem ehrenamtlichem Engagement tragen.
Bernd Eutermoser verkörperte erneut den Jedermann, Susanne Schörghuber seine Buhlschaft und Simon Steiner den Tod. Dazu kamen zahlreiche weitere Darsteller, das Neubeurer Streichorchester, der Chor Beurer CantaRhei und viele weitere musikalische Mitwirkende.
Die bayerische Fassung verbindet den ernsten Stoff Hofmannsthals mit Mundart, Musik und einer guten Portion Humor. Gerade diese Mischung macht den besonderen Charme der Neubeurer Inszenierung aus.
Ein besonderer Abschied
Die Aufführungen 2025 standen auch unter einem besonderen Vorzeichen: Es war vorläufig das letzte Mal, dass der „Bayerische Jedermann“ in dieser Konstellation auf die Bühne gebracht wurde.
Für mich bleibt die Erinnerung an ein außergewöhnliches Theaterprojekt, an viele engagierte Menschen und an die besondere Atmosphäre, die entsteht, wenn ein ganzes Dorf gemeinsam Theater macht.
Und wer weiß – vielleicht darf ich irgendwann wieder von oben ein Machtwort sprechen.
Bis dahin bleibt der Jedermann 2025 ein wunderbares Stück Neubeurer Theatergeschichte, bei dem ich mit großer Freude dabei sein durfte.
Weitere Informationen, das Fotoalbum und den Film zur Aufführung 2025 gibt es auf der Website der Theatergemeinschaft Neubeuern.



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